Fachlich geprüft und aktualisiert: 5. September 2026
Photovoltaikanlagen sind in der Regel wartungsarm. Entscheidend sind ein funktionierendes Monitoring, Kontrollen nach besonderen Ereignissen und fachgerechte Arbeiten bei konkretem Bedarf. Eine pauschale jährliche Wartungs- oder Reinigungspflicht besteht nicht.
1. Erträge laufend überwachen
Ein Monitoring macht Produktionsausfälle und ungewöhnliche Abweichungen sichtbar. Meldungen des Wechselrichters oder Energiemanagementsystems sollten zeitnah geprüft werden.
2. Nach Sturm oder Hagel kontrollieren
Nach aussergewöhnlichen Wetterereignissen ist eine Sichtkontrolle sinnvoll. Dächer dürfen dafür nicht ohne geeignete Absturzsicherung betreten werden.
3. Optische Kontrolle einplanen
Swissolar empfiehlt bei Photovoltaikanlagen alle zwei bis drei Jahre eine optische Kontrolle der Module auf Verschmutzung und Schäden. Das passende Intervall hängt von Standort, Anlage und Umwelteinflüssen ab.
4. Nicht automatisch reinigen
Regen entfernt einen Teil der üblichen Verschmutzung. Eine Reinigung ist vor allem bei messbaren Ertragseinbussen oder besonderen Belastungen wie Landwirtschaft, Industrie, Vogelkot oder geringer Dachneigung zu prüfen.
5. Sicher und materialgerecht reinigen
Module dürfen nicht betreten werden. Swissolar weist auf Arbeitssicherheit sowie geeignetes Wasser und schonende Verfahren hin. Unsachgemässe Reinigung kann Oberflächen, Leitungen oder Dach beschädigen.
6. Elektrische Arbeiten Fachpersonen überlassen
Stecker, Gleichstromleitungen, Wechselrichter und Schutzkomponenten dürfen nicht durch ungeschulte Personen geöffnet oder bearbeitet werden.
7. Bei Auffälligkeiten gezielt prüfen
Thermografie, elektrische Messungen oder weitere Diagnoseverfahren sind sinnvoll, wenn Monitoring oder Sichtkontrolle konkrete Hinweise liefern. SOLEXUS prüft zuerst Ursache und Umfang, bevor Arbeiten empfohlen werden.
Quelle: Swissolar – Wartung einer Photovoltaikanlage · Swissolar – Reinigung