Fachlich geprüft und aktualisiert: 5. September 2026
Photovoltaik, Solarthermie, Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und Geothermie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für ein Gebäude ist deshalb nicht entscheidend, welche Technologie pauschal „gewinnt“, sondern welche Kombination Strom, Wärme, Standort und Verbrauch sinnvoll abdeckt.
Photovoltaik: Strom direkt am Gebäude
Photovoltaik wandelt Licht in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter stellt daraus nutzbaren Wechselstrom bereit. Der Strom kann im Gebäude verbraucht, gespeichert oder ins Netz eingespeist werden. Die Technik ist modular und eignet sich für viele Dach- und Fassadenflächen.
Solarthermie: Sonnenwärme statt Solarstrom
Solarkollektoren erzeugen Wärme für Warmwasser oder Heizungsunterstützung. Sie sind nicht mit Photovoltaikmodulen gleichzusetzen. Ob Solarthermie oder eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe sinnvoller ist, hängt vom Gebäude und bestehenden Wärmesystem ab.
Wasserkraft: tragende Säule des Schweizer Stromsystems
Wasserkraft liefert grosse Energiemengen und Speicherseen können Produktion zeitlich verschieben. Sie ist jedoch eine zentrale Infrastruktur und keine frei wählbare Gebäudelösung. Photovoltaik ergänzt sie dezentral auf bereits bebauten Flächen.
Windenergie: anderes Produktionsprofil
Wind kann zu Zeiten produzieren, in denen weniger Solarstrom verfügbar ist. Geeignete Standorte, Bewilligungen, Netzanbindung und Akzeptanz bestimmen die Umsetzung. Auf einem einzelnen Wohn- oder Gewerbegebäude ist Photovoltaik meist einfacher integrierbar.
Biomasse und Geothermie: gezielte Wärme- und Energiequellen
Biomasse ist speicherbar, aber nachhaltig verfügbare Mengen sind begrenzt. Oberflächennahe Geothermie wird häufig über Wärmepumpen genutzt und kann sehr effizient sein, sofern Untergrund, Bewilligung und Gebäudesystem passen.
Die richtige Gebäudeentscheidung
Für SOLEXUS steht das Gesamtsystem im Mittelpunkt: Photovoltaik erzeugt Strom, Speicher verschieben ihn, Wärmepumpen nutzen ihn für Wärme und Energiemanagement koordiniert flexible Verbraucher. Die Auslegung richtet sich nach Dach, Lastprofil und Ausbauzielen.
Quelle: Bundesamt für Energie – Solarenergie und Unterscheidung der Technologien