Glossar

 

Solarwissen für die Schweiz

Photovoltaik- und Energie­glossar

Was bedeuten Eigenverbrauch, kWp, ZEV oder bidirektionales Laden? Das Solexus-Glossar erklärt zentrale Begriffe rund um Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen und Energiemanagement verständlich – mit Blick auf die Praxis in St. Gallen, im Rheintal und in der ganzen Ostschweiz.

Zu dieser Suche wurde kein Begriff gefunden.

Erweitertes Schweizer Energiewissen

Neue Fachbegriffe für Planung, Betrieb und Förderung

Praxisnah erklärt, mit Schweizer Einordnung und klaren Verweisen zu verwandten Themen.

Sigenergy, Speicher und Energiemanagement

Sigenergy Gold Installer

Sigenergy Gold Installer ist eine besondere Auszeichnung innerhalb des Sigenergy-Partnerprogramms. Nach Angaben von SOLEXUS berücksichtigt Sigenergy dafür nur ausgewählte Top-Fachunternehmen eines Landes, die durch ausserordentliche Leistungen überzeugen. SOLEXUS verbindet diese Auszeichnung mit fachgerechter Planung, Installation, Inbetriebnahme und Service für Sigenergy-Energiesysteme.

Verwandt: Herstellerzertifizierung, SigenStor, SigenStor Neo, Sigen Energy Gateway

Offizielle Fachquelle

Herstellerzertifizierung

Eine Herstellerzertifizierung bestätigt, dass ein Fachunternehmen Schulungen oder Qualifikationsanforderungen eines Herstellers erfüllt. Umfang, Gültigkeit und Stufe richten sich nach dem jeweiligen Partnerprogramm und dem aktuellen Nachweis.

Auch: Herstellerqualifikation, zertifizierter Fachpartner

Sigen Energy Gateway

Das Sigen Energy Gateway verbindet kompatible Sigenergy-Komponenten mit Gebäude, Netz und Ersatzstromversorgung. Die konkrete Auslegung richtet sich nach Netzform, Leistung, Verbrauchern und gewünschtem Backup-Umfang.

Verwandt: SigenStor, Ersatzstrom, Netzumschaltung

mySigen App

Die mySigen App visualisiert bei kompatiblen Sigenergy-Systemen Produktion, Verbrauch, Speicherzustand und Energieflüsse. Verfügbare Funktionen hängen von Systemkonfiguration, Firmware und Benutzerfreigaben ab.

Verwandt: Monitoring, Energiemanagement

SigenStack

SigenStack bezeichnet eine modular aufgebaute Sigenergy-Speicherlösung für grössere Anwendungen. Kapazität, Wechselrichterleistung und Einsatzbereich werden projektspezifisch geplant.

Verwandt: Gewerbespeicher, Lastspitzenkappung

SigenMicro

SigenMicro bezeichnet die Mikrowechselrichter-Lösung von Sigenergy für modular aufgebaute Photovoltaikanlagen. Produktfreigabe und Systemkompatibilität richten sich nach den aktuellen Herstellerunterlagen.

Verwandt: Mikrowechselrichter, Monitoring

Sigen Hybrid Inverter

Der Sigen Hybrid Inverter verbindet Photovoltaik, Batteriespeicher und Gebäudeverbrauch in einem kompatiblen Sigenergy-System. Leistung und Anschlussvariante müssen zum PV-Generator, Netz und Lastprofil passen.

Verwandt: Hybridwechselrichter, SigenStor

Sigen EV AC

Sigen EV AC ist eine AC-Ladelösung für Elektrofahrzeuge innerhalb des Sigenergy-Ökosystems. Ladeleistung, Überschussladen und Steuerfunktionen hängen von Installation, Fahrzeug und Systemkonfiguration ab.

Verwandt: Wallbox, Überschussladen

SigenShield

SigenShield fasst Sicherheitsfunktionen und Schutzmechanismen kompatibler Sigenergy-Systeme zusammen. Massgeblich bleiben die konkrete Produktgeneration, Installation und aktuelle Herstellerdokumentation.

Verwandt: Batteriesicherheit, BMS

SigenStor 5-in-1-System

SigenStor ist die bewährte modulare Produktlinie von Sigenergy und integriert je nach Ausführung Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiemanagement, Ersatzstromfunktionen und Ladeoptionen. SigenStor Neo folgt als zusätzliche, kompakter integrierte Produktlinie und ersetzt SigenStor nicht.

Verwandt: SigenStor Neo, All-in-One-Energiesystem von Sigenergy

SigenStor Neo

SigenStor Neo ist eine kompakte All-in-One-Energielösung von Sigenergy für Eigenheime. Sie verbindet je nach Ausführung Energiemanagement, PV-Wechselrichter, Batterie-PCS, Batteriemodule und ein integriertes Backup-Modul. Die konkrete Konfiguration wird passend zu Gebäude, Netzanschluss, Verbrauch und gewünschter Ersatzstromversorgung geplant.

Verwandt: SigenStor, Smart Port, mySigen App

Offizielle Fachquelle

Batterie-Management-System (BMS)

Ein Batterie-Management-System überwacht Zellspannungen, Temperaturen, Ladezustand und Schutzgrenzen eines Stromspeichers. Es steuert sichere Lade- und Entladevorgänge und kommuniziert mit Wechselrichter und Energiemanagement.

Abkürzung: BMS

State of Charge (SoC)

Der State of Charge beschreibt den aktuellen Ladezustand eines Batteriespeichers in Prozent. Er ist eine berechnete Grösse und kann von Temperatur, Alterung und Betriebsstrategie beeinflusst werden.

Abkürzung: SoC; deutsch: Ladezustand

State of Health (SoH)

Der State of Health beschreibt den geschätzten Gesundheitszustand einer Batterie im Vergleich zum Neuzustand. Er berücksichtigt unter anderem nutzbare Kapazität, Innenwiderstand und Alterung.

Abkürzung: SoH; deutsch: Batteriezustand

Nutzbare Speicherkapazität

Die nutzbare Speicherkapazität ist der Energieanteil, der im vorgesehenen Betriebsfenster tatsächlich geladen und entladen werden kann. Sie ist für den Praxisvergleich aussagekräftiger als die reine Bruttokapazität.

Einheit: kWh

Lade- und Entladeleistung

Die Lade- und Entladeleistung gibt an, wie schnell ein Batteriespeicher Energie aufnehmen oder abgeben kann. Sie beeinflusst Eigenverbrauch, Ersatzstromversorgung und Lastspitzenkappung.

Einheit: kW

C-Rate

Die C-Rate setzt Lade- oder Entladeleistung ins Verhältnis zur Batteriekapazität. Eine C-Rate von 1C bedeutet theoretisch, dass die Nennkapazität innerhalb ungefähr einer Stunde umgesetzt wird.

Verwandt: Ladeleistung, Speicherkapazität

AC-gekoppelter Stromspeicher

Ein AC-gekoppelter Speicher wird auf der Wechselstromseite des Gebäudes eingebunden. Das eignet sich häufig für Nachrüstungen, verursacht aber zusätzliche Umwandlungsschritte.

Verwandt: DC-gekoppelter Stromspeicher

DC-gekoppelter Stromspeicher

Ein DC-gekoppelter Speicher wird auf der Gleichstromseite der Photovoltaikanlage eingebunden. Dadurch lassen sich Umwandlungsschritte reduzieren; Planung und Nachrüstung hängen jedoch stärker vom Gesamtsystem ab.

Verwandt: AC-gekoppelter Stromspeicher

Lithium-Eisenphosphat (LFP)

Lithium-Eisenphosphat ist eine Lithium-Ionen-Zellchemie, die häufig in stationären Stromspeichern eingesetzt wird. Sie ist für thermische Stabilität und hohe Zyklenfestigkeit bekannt.

Abkürzung: LFP

Ladezyklus und Zyklenfestigkeit

Ein Ladezyklus entspricht rechnerisch einer vollständigen Ladung und Entladung, auch wenn er aus mehreren Teilzyklen besteht. Die Zyklenfestigkeit beschreibt, wie viele solcher Zyklen unter definierten Bedingungen möglich sind.

Verwandt: Degradation, Leistungsgarantie

Ersatzstrom und Notstrom im Vergleich

Notstrom versorgt häufig nur einzelne Anschlüsse oder ausgewählte Verbraucher. Eine Ersatzstromlösung kann automatisch grössere Teile des Gebäudes übernehmen; Umfang, Umschaltzeit und Leistung sind systemabhängig.

Verwandt: Backup-Strom, Inselbetrieb

Schwarzstart

Schwarzstart bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, nach einem vollständigen Netzausfall ohne vorhandene Netzspannung wieder eine Versorgung aufzubauen. Nicht jedes Speicher- oder Ersatzstromsystem unterstützt diese Funktion.

Verwandt: Inselbetrieb, Ersatzstrom

Umschaltzeit bei Stromausfall

Die Umschaltzeit ist die Zeitspanne zwischen Netzausfall und Übernahme durch die Ersatzstromversorgung. Ob empfindliche Geräte unterbrechungsfrei weiterlaufen, hängt von System, Installation und Verbraucher ab.

Verwandt: Backup-Strom

Inselnetzfähigkeit

Inselnetzfähigkeit bedeutet, dass ein Energiesystem bei getrenntem öffentlichem Netz ein eigenes stabiles Stromnetz bilden kann. Dafür sind geeignete Wechselrichter, Umschalteinrichtungen, Schutzkonzepte und Reserven erforderlich.

Verwandt: Inselbetrieb, Schwarzstart

Schweizer Förderung, Netz und lokaler Strom

Backup-Leistung

Die Backup-Leistung ist die elektrische Leistung, die ein Speicher- oder Ersatzstromsystem bei Netzausfall bereitstellen kann. Sie ist nicht automatisch identisch mit der normalen Wechselrichterleistung.

Verwandt: Notstrom, Ersatzstrom

Pronovo

Pronovo ist die akkreditierte Zertifizierungsstelle für Herkunftsnachweise und die Abwicklungsstelle für Förderprogramme des Bundes im Bereich erneuerbare Energien. Bei Photovoltaik sind insbesondere KLEIV, GREIV und HEIV relevant.

Verwandt: Einmalvergütung, KLEIV, GREIV, HEIV

Offizielle Fachquelle

Herkunftsnachweis (HKN)

Ein Herkunftsnachweis dokumentiert die Herkunft einer produzierten Kilowattstunde Strom. In der Schweiz werden HKN für Stromkennzeichnung, Vermarktung und bestimmte Förderprozesse verwendet.

Abkürzung: HKN

Verteilnetzbetreiber (VNB)

Der Verteilnetzbetreiber betreibt das lokale Stromnetz und ist Ansprechpartner für Anschlussgesuch, Messung, Einspeisung und lokale Netzvorgaben. Anforderungen und Formulare unterscheiden sich je nach Netzgebiet.

Abkürzung: VNB; auch: Netzbetreiber, EVU

Netzanschlusspunkt

Der Netzanschlusspunkt ist die definierte Stelle, an der eine Kundenanlage mit dem öffentlichen Verteilnetz verbunden ist. Er ist für Messkonzept, Leistungsgrenzen sowie ZEV- und vZEV-Abgrenzungen wichtig.

Auch: Anschlusspunkt, Verknüpfungspunkt

Messpunkt

Ein Messpunkt ist der eindeutig bezeichnete Ort, an dem Energiebezug oder Einspeisung gemessen und abrechnungsrelevant erfasst wird. Er wird vom zuständigen Netzbetreiber geführt.

Verwandt: Smart Meter, Messkonzept

Messkonzept

Das Messkonzept legt fest, welche Zähler und Energieflüsse für Photovoltaik, Speicher, Verbraucher, ZEV oder vZEV erfasst werden. Es muss mit Netzbetreiber und Projektanforderungen abgestimmt sein.

Verwandt: Messpunkt, Eigenverbrauch

Anschlussgesuch

Mit dem Anschlussgesuch wird eine Photovoltaik-, Speicher- oder Ladeanlage vor der Installation beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet und technisch beurteilt. Geforderte Unterlagen hängen von Anlage und Netzgebiet ab.

Verwandt: Netzverträglichkeitsprüfung

Installationsanzeige

Die Installationsanzeige informiert den Netzbetreiber vor Ausführung über geplante elektrische Installationsarbeiten. Sie wird durch das dafür berechtigte Elektroinstallationsunternehmen eingereicht.

Verwandt: Sicherheitsnachweis, Inbetriebnahme

Werkvorschriften Schweiz

Werkvorschriften konkretisieren technische Anschlussbedingungen der Schweizer Verteilnetzbetreiber. Für ein Projekt gelten die aktuelle Ausgabe und ergänzende Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers.

Auch: Werkvorschriften CH

Netzverträglichkeitsprüfung

Bei der Netzverträglichkeitsprüfung beurteilt der Netzbetreiber, ob eine Erzeugungs-, Speicher- oder Ladeanlage ohne unzulässige Auswirkungen angeschlossen werden kann. Das Resultat kann Auflagen oder eine Netzverstärkung enthalten.

Verwandt: Anschlussgesuch

Netzverstärkung

Eine Netzverstärkung erweitert oder ertüchtigt Leitungen, Transformatoren oder weitere Netzkomponenten, wenn die vorhandene Kapazität für zusätzliche Einspeisung oder Last nicht genügt.

Verwandt: Netzanschluss

Abnahmemessung

Eine Abnahmemessung prüft nach der Installation ausgewählte elektrische und netzrelevante Eigenschaften einer Anlage. Umfang und Zuständigkeit richten sich nach Leistung, Netzbetreiber und geltenden Vorgaben.

Verwandt: Inbetriebnahmeprotokoll

Inbetriebnahmeprotokoll

Das Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert Einstellungen, Prüfungen und Ergebnisse bei der Übergabe eines Energie- oder Heizsystems. Es ist Bestandteil einer nachvollziehbaren Anlagendokumentation.

Verwandt: Abnahme, Monitoring

Beglaubigung einer Photovoltaikanlage

Die Beglaubigung bestätigt relevante Anlagedaten für Herkunftsnachweise und Förderprozesse. Verfahren und berechtigte Stellen richten sich nach Leistung, Zeitpunkt und aktuellen Pronovo-Vorgaben.

Verwandt: Pronovo, Herkunftsnachweis

Unabhängige Kontrolle

Bei bestimmten elektrischen Installationen ist zusätzlich zur Schlusskontrolle eine unabhängige Kontrolle vorgeschrieben. Die kontrollierende Stelle muss die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Fachberechtigung erfüllen.

Verwandt: Sicherheitsnachweis, NIN

Stromkennzeichnung

Die Stromkennzeichnung informiert Endverbraucherinnen und Endverbraucher über Herkunft und Zusammensetzung des gelieferten Stroms. Herkunftsnachweise bilden dafür eine zentrale Grundlage.

Verwandt: Herkunftsnachweis

Grundversorgung

Die Grundversorgung ist die regulierte Stromversorgung für berechtigte Endverbraucher durch den lokalen Verteilnetzbetreiber. Tarife und Bedingungen werden nach den geltenden Schweizer Vorgaben festgelegt.

Verwandt: Stromtarif, Netzbetreiber

Netznutzungsentgelt

Das Netznutzungsentgelt deckt die Nutzung der Stromnetzinfrastruktur. Es ist vom Energiepreis zu unterscheiden und kann leistungs-, verbrauchs- und tarifabhängige Bestandteile enthalten.

Verwandt: Strompreisbestandteile

Rückliefertarif

Der Rückliefertarif ist der vom Abnehmer vergütete Preis für ins Netz eingespeisten Solarstrom. Er kann sich vom Wert der Herkunftsnachweise unterscheiden und je nach Netzbetreiber oder Vertrag variieren.

Verwandt: Rückliefervergütung

Leistungstarif

Bei einem Leistungstarif beeinflusst neben der bezogenen Energiemenge auch die höchste oder vereinbarte Leistung die Netzkosten. Lastmanagement und Speicher können relevante Leistungsspitzen reduzieren.

Verwandt: Lastspitze, Peak Shaving

Photovoltaik-Auktion

Bei Photovoltaik-Auktionen wird die Förderung bestimmter Anlagenkategorien über ein wettbewerbliches Verfahren vergeben. Teilnahmebedingungen, Fristen und Zuschlagsregeln werden jeweils offiziell publiziert.

Verwandt: Pronovo, Einmalvergütung

Gleitende Marktprämie

Die gleitende Marktprämie ist ein Förderinstrument für bestimmte grössere Anlagen, das Markterlöse und festgelegte Vergütungsparameter verbindet. Anspruch und Berechnung richten sich nach der geltenden Regulierung.

Abkürzung: GMP

Direktvermarktung

Direktvermarktung bedeutet, dass erzeugter Strom ausserhalb einer klassischen festen Rückliefervergütung am Markt oder über einen Vermarktungspartner verkauft wird. Sie ist vor allem für grössere Anlagen relevant.

Verwandt: Marktprämie, Herkunftsnachweis

Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG)

Eine Eigenverbrauchsgemeinschaft ist ein Praxis- oder Versorgungsmodell zur gemeinsamen Nutzung lokal erzeugten Stroms. Die genaue rechtliche und messtechnische Einordnung muss vom ZEV, vZEV und der LEG unterschieden werden.

Abkürzung: EVG; verwandt: ZEV, vZEV, LEG

Photovoltaik, Dach und Elektrotechnik

LEG-Tarif

Der LEG-Tarif regelt die Konditionen für lokal gehandelten Strom und die reduzierte Netznutzung innerhalb einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft. Zuständiger Netzbetreiber und geltende Vorgaben sind massgeblich.

Verwandt: LEG, Netznutzungsentgelt

Offizielle Fachquelle

Leistungsoptimierer

Ein Leistungsoptimierer regelt ein einzelnes Solarmodul oder eine kleine Modulgruppe. Er kann bei geeigneter Planung Monitoring und den Umgang mit unterschiedlichen Betriebsbedingungen verbessern, ersetzt aber keine saubere Verschattungs- und Stringplanung.

Auch: Moduloptimierer

PV-String

Ein PV-String ist eine Reihenschaltung mehrerer Solarmodule. Anzahl, Spannung und Ausrichtung müssen zum zulässigen Arbeitsbereich des Wechselrichters passen.

Auch: Modulstring, Solarstring

Stringspannung

Die Stringspannung ergibt sich aus den in Reihe geschalteten Solarmodulen und verändert sich mit Temperatur und Betriebspunkt. Mindest- und Maximalwerte müssen innerhalb der Wechselrichtergrenzen liegen.

Verwandt: PV-String, MPPT

Maximum Power Point (MPP)

Der Maximum Power Point ist der Betriebspunkt, an dem ein PV-Generator bei den aktuellen Bedingungen die höchste Leistung liefert. Ein MPPT sucht und verfolgt diesen Punkt laufend.

Abkürzung: MPP; verwandt: MPPT

DC/AC-Verhältnis

Das DC/AC-Verhältnis setzt die installierte Modulleistung zur Wechselrichter-Ausgangsleistung ins Verhältnis. Die passende Auslegung berücksichtigt Standort, Ausrichtung, Temperatur und zulässiges Clipping.

Auch: Auslegungsverhältnis

Clipping

Clipping entsteht, wenn die mögliche DC-Leistung des PV-Generators die aktuell umsetzbare AC-Leistung des Wechselrichters übersteigt. Eine begrenzte Abregelung kann Teil einer wirtschaftlichen Auslegung sein.

Verwandt: DC/AC-Verhältnis

Performance Ratio

Die Performance Ratio setzt den tatsächlichen Energieertrag einer Photovoltaikanlage ins Verhältnis zu einem theoretisch erwartbaren Ertrag unter Berücksichtigung der Einstrahlung. Sie dient dem Anlagenvergleich und Monitoring.

Abkürzung: PR

Spezifischer Jahresertrag

Der spezifische Jahresertrag zeigt, wie viele Kilowattstunden eine Anlage pro installiertem Kilowattpeak im Jahr produziert. Standort, Ausrichtung, Verschattung und Systemverluste beeinflussen den Wert.

Einheit: kWh/kWp

Globalstrahlung

Globalstrahlung ist die Summe aus direkter und diffuser Sonnenstrahlung auf eine Fläche. Sie bildet eine wichtige Grundlage für Ertragsprognosen von Photovoltaikanlagen.

Verwandt: Diffuse Strahlung

Diffuse Strahlung

Diffuse Strahlung erreicht eine Fläche nach Streuung in Atmosphäre und Umgebung ohne direkte Sonnenlinie. Sie trägt auch bei Bewölkung zum Solarertrag bei.

Verwandt: Globalstrahlung, Schwachlichtverhalten

Azimut

Der Azimut beschreibt die horizontale Ausrichtung einer Dach- oder Modulfläche. Zusammen mit Dachneigung und Horizont bestimmt er den zeitlichen Verlauf des Solarertrags.

Auch: Ausrichtungswinkel

Ost-West-Anlage

Bei einer Ost-West-Anlage sind Modulflächen nach Osten und Westen ausgerichtet. Dadurch verteilt sich die Stromproduktion breiter über den Tag und kann besser zu bestimmten Verbrauchsprofilen passen.

Verwandt: Eigenverbrauch, Azimut

Flachdachaufständerung

Eine Flachdachaufständerung bringt Solarmodule auf einem flachen Dach in einen definierten Winkel. Planung umfasst Ertrag, Reihenabstand, Wind, Ballast, Entwässerung und Dachlast.

Verwandt: Ballastierung, Windlast

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion verbindet Solarmodule dauerhaft mit Dach oder Fassade. Sie muss zu Deckung, Tragwerk, Lasten, Korrosionsschutz und Herstellervorgaben passen.

Auch: Montagesystem

Ballastierung

Ballastierung sichert eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach ohne oder mit reduzierter Dachdurchdringung gegen Windkräfte. Gewicht und Verteilung müssen statisch und dachtechnisch geprüft werden.

Verwandt: Flachdachaufständerung

Dachdurchdringung

Eine Dachdurchdringung führt Befestigungen oder Leitungen durch die Dachhaut. Sie muss konstruktiv, wasserdicht und nach den Vorgaben des Dachsystems ausgeführt werden.

Verwandt: Unterkonstruktion

Dachlast

Die Dachlast umfasst zusätzliche ständige und veränderliche Lasten, die auf Tragwerk und Dachaufbau wirken. Vor einer PV-Installation sind Eigengewicht, Ballast, Schnee und Wind zu berücksichtigen.

Verwandt: Schneelast, Windlast

Schneelast

Die Schneelast ist die standort- und gebäudeabhängige Belastung durch Schnee. Sie beeinflusst Statik, Modulauswahl, Befestigung und Anordnung einer Photovoltaikanlage.

Verwandt: Dachlast

Windlast

Windlasten erzeugen Druck- und Sogkräfte auf Solarmodule und Montagesystem. Gebäudehöhe, Dachrand, Geländekategorie und lokale Situation bestimmen die Auslegung.

Verwandt: Ballastierung, Unterkonstruktion

Modulhinterlüftung

Die Modulhinterlüftung ermöglicht Luftzirkulation hinter Solarmodulen und begrenzt hohe Betriebstemperaturen. Sie beeinflusst Leistung, Kabelführung, Brandschutz und Dachintegration.

Verwandt: Temperaturkoeffizient

Stringwechselrichter

Ein Stringwechselrichter wandelt die Gleichspannung eines oder mehrerer Modulstrings in netzkonformen Wechselstrom um. Anzahl der MPPT-Eingänge und Spannungsbereiche bestimmen die mögliche Stringaufteilung.

Verwandt: PV-String, MPPT

Mikrowechselrichter

Ein Mikrowechselrichter wandelt den Gleichstrom eines einzelnen Moduls oder einer kleinen Modulgruppe direkt in Wechselstrom um. Das Konzept ermöglicht eine modulnahe Regelung und Überwachung.

Verwandt: Leistungsoptimierer

Potential Induced Degradation (PID)

PID ist eine spannungsbedingte Leistungsdegradation in Photovoltaikmodulen. Modultechnologie, Systemspannung, Erdung, Feuchtigkeit und Temperatur beeinflussen das Risiko.

Abkürzung: PID

Light Induced Degradation (LID)

LID bezeichnet einen anfänglichen Leistungsverlust bestimmter Solarzellen durch Lichteinwirkung. Ausmass und Stabilisierung hängen von Zellmaterial und Technologie ab.

Abkürzung: LID

LeTID

LeTID bezeichnet licht- und temperaturinduzierte Degradation bestimmter Solarzelltechnologien. Hersteller begegnen ihr mit Materialwahl, Prozessführung und geeigneten Stabilisierungsschritten.

Langform: Light and elevated Temperature Induced Degradation

Bypassdiode

Bypassdioden leiten Strom an verschatteten oder beeinträchtigten Zellgruppen vorbei. Sie reduzieren Leistungsverluste und lokale Erwärmung, können aber keine ungeeignete Anlagenplanung ausgleichen.

Verwandt: Hotspot, Teilverschattung

DC-Lichtbogen

Ein DC-Lichtbogen kann bei fehlerhaften oder getrennten Gleichstromverbindungen entstehen und hohe Temperaturen verursachen. Fachgerechte Planung, kompatible Steckverbindungen, Prüfung und Schutzfunktionen reduzieren das Risiko.

Verwandt: AFCI, Brandschutz

AFCI-Lichtbogenschutz

Ein AFCI erkennt charakteristische elektrische Signaturen möglicher Lichtbögen und kann eine Abschaltung auslösen. Funktionsumfang und Zulassung hängen von Gerät, System und Normanforderungen ab.

Abkürzung: AFCI

Potenzialausgleich

Der Potenzialausgleich verbindet leitfähige Teile, um gefährliche Spannungsunterschiede zu begrenzen. Ausführung und Einbindung einer PV-Anlage richten sich nach Schutzkonzept, NIN und Blitzschutzplanung.

Verwandt: Überspannungsschutz

Wärmepumpen und Gebäude

Blitzschutz bei Photovoltaikanlagen

Bei Gebäuden mit Blitzschutz muss die Photovoltaikanlage in das bestehende Schutzkonzept integriert werden. Trennungsabstände, Leitungsführung, Potenzialausgleich und Überspannungsschutz werden gemeinsam geplant.

Verwandt: Potenzialausgleich, Überspannungsschutz

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Aussenluft als Wärmequelle und überträgt Energie auf das Heizungswasser. Dimensionierung, Aufstellort, Schall und tiefe Aussentemperaturen sind zentrale Planungsfaktoren.

Verwandt: Monoblock, Split-Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt über Erdsonden oder Erdkollektoren gespeicherte Umweltwärme. Sie benötigt eine standortabhängige Bewilligung und eine fachgerechte Auslegung der Wärmequelle.

Auch: Erdsonden-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grund- oder Oberflächenwasser als Wärmequelle. Machbarkeit, Wasserqualität, Entnahme, Rückgabe und Bewilligung müssen vorab geklärt werden.

Verwandt: Wärmepumpensysteme

Monoblock-Wärmepumpe

Bei einer Monoblock-Wärmepumpe befindet sich der Kältekreis vollständig in einer Geräteeinheit. Zwischen Aussen- und Innenseite werden je nach System vor allem wasserführende Leitungen verlegt.

Verwandt: Split-Wärmepumpe

Split-Wärmepumpe

Eine Split-Wärmepumpe verteilt Komponenten des Kältekreises auf Aussen- und Inneneinheit. Installation und Inbetriebnahme erfordern die dafür notwendigen Fachkenntnisse und Berechtigungen.

Verwandt: Monoblock-Wärmepumpe

Inverter-Wärmepumpe

Eine Inverter-Wärmepumpe passt ihre Verdichterleistung stufenlos oder in einem breiten Bereich dem aktuellen Wärmebedarf an. Das kann Laufzeiten verlängern und häufiges Ein- und Ausschalten reduzieren.

Verwandt: Modulation

Heizlast

Die Heizlast ist die benötigte Wärmeleistung, um ein Gebäude bei der normativ festgelegten Aussentemperatur auf Solltemperatur zu halten. Sie ist eine zentrale Grundlage für die Wärmepumpendimensionierung.

Einheit: kW

Jahresarbeitszahl (JAZ)

Die Jahresarbeitszahl setzt die im Jahr abgegebene Wärmemenge ins Verhältnis zum dafür eingesetzten Strom. Sie beschreibt die tatsächliche Effizienz des Gesamtsystems über einen längeren Zeitraum.

Abkürzung: JAZ

Coefficient of Performance (COP)

Der COP ist das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung an einem definierten Betriebspunkt. Er ist ein Prüfwert und nicht mit der Jahresarbeitszahl gleichzusetzen.

Abkürzung: COP

Seasonal Coefficient of Performance (SCOP)

Der SCOP beschreibt die saisonale Effizienz einer Wärmepumpe unter standardisierten Klimabedingungen. Für den realen Betrieb bleiben Gebäude, Hydraulik und Einstellungen entscheidend.

Abkürzung: SCOP

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers beim Eintritt in Heizflächen oder Warmwasserbereitung. Tiefe notwendige Vorlauftemperaturen begünstigen einen effizienten Wärmepumpenbetrieb.

Verwandt: Heizkurve

Heizkurve

Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur das Heizsystem abhängig von der Aussentemperatur bereitstellt. Eine sorgfältige Einstellung verbessert Komfort und Effizienz.

Auch: Heizkennlinie

Bivalenzpunkt

Der Bivalenzpunkt ist die Aussentemperatur, unterhalb der eine zusätzliche Wärmequelle oder Heizleistung erforderlich sein kann. Er hängt von Wärmepumpe, Heizlast und Betriebsstrategie ab.

Verwandt: Heizstab, Dimensionierung

Warmwasserbereitung mit Wärmepumpe

Bei der Warmwasserbereitung erwärmt die Wärmepumpe Trinkwasser über einen geeigneten Speicher. Temperaturanforderungen, Speichergrösse, Zapfprofil und Hygienekonzept beeinflussen die Effizienz.

Verwandt: Trinkwarmwasserspeicher

Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher nimmt Heizungswasser und thermische Energie auf. Er kann Volumenstrom, Abtauung oder Betriebszeiten unterstützen, muss aber passend dimensioniert und hydraulisch eingebunden sein.

Verwandt: Hydraulischer Abgleich

Hydraulischer Abgleich

Beim hydraulischen Abgleich werden Volumenströme so eingestellt, dass Heizflächen bedarfsgerecht versorgt werden. Das reduziert unnötig hohe Pumpenleistung und verbessert die Wärmepumpeneffizienz.

Verwandt: Heizkurve

Heizflächen

Heizflächen übertragen Wärme vom Heizungswasser in den Raum. Fussbodenheizungen und gross dimensionierte Radiatoren ermöglichen häufig tiefere Vorlauftemperaturen.

Verwandt: Vorlauftemperatur

Abtauvorgang

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen kann Feuchtigkeit am Verdampfer vereisen. Der Abtauvorgang entfernt dieses Eis automatisch und benötigt vorübergehend Energie aus dem System.

Verwandt: Luft-Wasser-Wärmepumpe

Schallleistung und Schalldruck

Die Schallleistung beschreibt die gesamte akustische Emission einer Quelle. Der Schalldruck ist der messbare Pegel an einem bestimmten Ort und hängt zusätzlich von Abstand, Umgebung und Reflexionen ab.

Verwandt: Schallschutznachweis

Schallschutznachweis

Ein Schallschutznachweis beurteilt, ob eine Wärmepumpeninstallation die massgeblichen Grenz- und Planungswerte einhält. Gerät, Aufstellort, Abstand, Reflexionen und Betriebsweise werden berücksichtigt.

Verwandt: Schallleistung

Kältemittel R290

R290 ist die Bezeichnung für Propan als natürliches Kältemittel. Es besitzt gute thermodynamische Eigenschaften, ist jedoch brennbar und erfordert die Einhaltung der vorgesehenen Sicherheits- und Aufstellregeln.

Auch: Propan

SG Ready

SG Ready kennzeichnet definierte Steuerschnittstellen für Wärmepumpen. Damit kann ein Energiemanagement Betriebszustände beispielsweise an PV-Überschuss oder externe Signale anpassen.

Verwandt: Energiemanagement

Wärmepumpendimensionierung

Die Wärmepumpendimensionierung stimmt Geräteleistung, Modulationsbereich, Heizlast, Vorlauftemperatur, Warmwasser und mögliche Sperrzeiten auf das Gebäude ab. Eine reine Ableitung aus Wohnfläche ist nicht ausreichend.

Verwandt: Heizlast, Bivalenzpunkt

Kopplung von Photovoltaik und Wärmepumpe

Bei der Kopplung steuert ein Energiemanagement geeignete Wärmepumpenfunktionen bevorzugt bei verfügbarer Solarproduktion. Gebäude und Speicher wirken dabei als zeitlich begrenzte Energiespeicher.

Verwandt: Eigenverbrauch, SG Ready

GEAK Plus

Der GEAK Plus verbindet die energetische Einstufung eines Gebäudes mit konkreten Sanierungsvarianten. Er kann Eigentümerinnen und Eigentümern bei der Planung von Gebäudehülle, Heizung und erneuerbaren Energien helfen.

Langform: Gebäudeenergieausweis der Kantone Plus

0–9

0BB – Zero Busbar

0BB bedeutet «Zero Busbar». Bei dieser Zell- und Kontaktarchitektur werden klassische Sammelschienen reduziert oder vermieden. Bei LONGi EcoLife sorgt die rückseitige Kontaktierung für eine ruhige Vorderseite ohne sichtbare Leiterbahnen und unterstützt eine möglichst grosse aktive Lichtfläche.

Verwandt: Back-Contact-Technologie, HPBC 2.0

A

AC – Wechselstrom

AC steht für «Alternating Current», also Wechselstrom. Haushaltsgeräte, Wärmepumpen und das öffentliche Stromnetz arbeiten mit Wechselstrom. Da Solarmodule Gleichstrom erzeugen, wandelt ein Wechselrichter diesen in nutzbaren Wechselstrom um.

Verwandt: Wechselrichter, DC

Anlagenplanung

Die Anlagenplanung übersetzt Gebäude, Dachflächen, Stromverbrauch und Kundenwünsche in ein technisch und wirtschaftlich passendes Energiekonzept. Dazu gehören unter anderem Belegung, Ertragsprognose, Komponenten, Elektroplanung, Netzanschluss und Bewilligungen. Eine Begutachtung vor Ort verhindert Fehlannahmen.

All-in-One-Energiesystem von Sigenergy

Ein All-in-One-Energiesystem verbindet mehrere zentrale Komponenten in einer abgestimmten Plattform. SigenStor integriert PV-Wechselrichter, Batterie-PCS, Batteriemodule und Energiemanagement; optional kommt das Sigen EV DC-Lademodul hinzu. Der modulare Aufbau vereinfacht Installation, Steuerung und spätere Erweiterungen. Solexus plant die Konfiguration passend zu Gebäude, Verbrauch, Elektromobilität und gewünschter Backup-Funktion. SigenStor und Sigenergy entdecken.

Sigenergy-Bezeichnung: integriertes 5-in-1-Energiesystem

Amortisation

Die Amortisationszeit beschreibt, nach wie vielen Jahren die Einsparungen und Erträge einer Energieanlage ihre Investitionskosten ausgleichen. Sie hängt unter anderem von Anlagepreis, Förderung, Eigenverbrauch, Strompreis, Ertrag und Finanzierung ab. Eine seriöse Berechnung berücksichtigt das individuelle Gebäude und Verbrauchsprofil.

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad zeigt, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch die eigene Photovoltaikanlage und gegebenenfalls einen Batteriespeicher gedeckt wird. Ein höherer Wert bedeutet weniger Netzbezug. Er ist nicht mit der Eigenverbrauchsquote zu verwechseln.

Auch: Selbstversorgungsgrad

B

Back-Contact-Technologie

Bei Back-Contact- oder Rückkontakt-Solarzellen liegen die elektrischen Kontakte auf der Rückseite. Dadurch bleibt die Vorderseite frei von sichtbaren Leiterbahnen, mehr Fläche kann Licht aufnehmen und das Modul erhält eine homogene Optik. LONGi verwendet diese Architektur unter anderem bei HPBC 2.0 und HIBC.

Auch: BC-Technologie, Rückkontakt-Technologie

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher nimmt überschüssigen Solarstrom auf und stellt ihn später zur Verfügung, etwa am Abend oder in der Nacht. Dadurch steigen Eigenverbrauch und Unabhängigkeit. Auslegung, nutzbare Kapazität, Ladeleistung, Sicherheit und Zusammenspiel mit dem Energiemanagement sind entscheidend. Mehr zu Stromspeichern.

Backup-Strom

Backup-Strom versorgt ausgewählte Verbraucher oder – je nach System – das ganze Gebäude bei einem Netzausfall. Nicht jedes Speichersystem ist automatisch backupfähig. Wichtig sind Umschaltzeit, verfügbare Leistung, Batteriekapazität und eine fachgerechte elektrische Planung.

Verwandt: Notstrom, Inselbetrieb

Baubewilligung für Solaranlagen

Ob eine Solaranlage bewilligungsfrei, meldepflichtig oder bewilligungspflichtig ist, hängt von Standort, Gebäude, Gestaltung und den geltenden Vorschriften ab. Bei Schutzobjekten oder besonderen Zonen ist eine frühe Abklärung mit der Gemeinde wichtig. Solexus berücksichtigt den Bewilligungsweg bereits in der Projektplanung.

Bidirektionales Laden

Beim bidirektionalen Laden kann Energie in beide Richtungen fliessen: vom Energiesystem in die Fahrzeugbatterie und – bei kompatibler Technik – wieder zurück. Dadurch lässt sich ein Elektroauto für Vehicle-to-Home oder Vehicle-to-Grid nutzen. Das Sigen EV DC-Lademodul von Sigenergy ist für diese Anwendungen vorbereitet. Die tatsächliche Nutzung hängt von Fahrzeugfreigabe, Standards, Netzvorgaben und verfügbarer Systemsoftware ab. Mehr zum Sigenergy-Energiesystem.

Oberbegriff: V2X

Bifaziales Solarmodul

Ein bifaziales Modul kann Licht auf Vorder- und Rückseite in Strom umwandeln. Der zusätzliche Ertrag hängt von Montageart, Abstand zur Fläche und Rückstrahlung des Untergrunds ab. Besonders interessant ist die Technik bei gut reflektierenden oder frei aufgeständerten Flächen.

D

DC – Gleichstrom

DC steht für «Direct Current», also Gleichstrom. Photovoltaikmodule und Batterien arbeiten grundsätzlich mit Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt ihn für das Hausnetz in Wechselstrom um. Bei DC-gekoppelten Systemen kann Solarstrom mit weniger Umwandlungsschritten in die Batterie gelangen.

DC-Laden

Beim DC-Laden wird Gleichstrom direkt an die Fahrzeugbatterie übertragen. In einem integrierten Energiesystem kann Solarenergie dadurch besonders effizient genutzt werden. Die erreichbare Ladeleistung hängt von Fahrzeug, Ladestation, Netzanschluss und aktuell verfügbarer Energie ab.

Auch: Gleichstromladen

Degradation

Degradation bezeichnet den natürlichen Leistungsrückgang eines Solarmoduls über die Betriebsjahre. Hersteller weisen dafür Werte im Produktdatenblatt und in der linearen Leistungsgarantie aus. Massgeblich sind immer die Angaben der konkret eingesetzten Modulvariante.

Verwandt: Leistungsgarantie

Drohnenaufnahme

Drohnenaufnahmen liefern eine präzise Sicht auf Dachflächen, Hindernisse und Gebäudesituation. In Verbindung mit Vermessungs- und Planungsdaten unterstützen sie eine realistische Modulbelegung und Visualisierung. Rechtliche Vorgaben, Privatsphäre und sichere Durchführung müssen dabei eingehalten werden.

Dynamischer Stromtarif

Bei einem dynamischen Stromtarif verändert sich der Energiepreis zeitabhängig. Ein intelligentes Energiemanagement kann flexible Verbraucher oder den Speicher gezielt in günstigen Zeitfenstern steuern. Ob und zu welchen Bedingungen solche Tarife verfügbar sind, bestimmt der jeweilige Energieversorger.

E

LONGi EcoLife

EcoLife ist die LONGi-Produktfamilie für private Dachanlagen. Sie verbindet kompakte Modulformate mit Back-Contact-Technologie, hoher Flächenleistung, ruhiger Optik und – je nach Variante – Doppelglas, besonderen Widerstandsklassen sowie langfristigen Garantien. LONGi EcoLife bei SOLEXUS ansehen.

EcoLife Pro / Hi-MO S10

EcoLife Pro bezeichnet die besonders leistungsstarke LONGi-Wohnbaureihe auf Basis der Heterojunction-Back-Contact-Technologie. Je nach freigegebener 54-Zellen-Variante sind bis zu 510 Watt und bis zu 25 Prozent Modulwirkungsgrad möglich. Produktwahl und Garantie richten sich nach dem aktuellen Datenblatt.

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch ist der Teil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im Gebäude oder innerhalb einer berechtigten Gemeinschaft genutzt wird. Wärmepumpe, Elektroauto, Haushaltsgeräte und Batteriespeicher können den Eigenverbrauch erhöhen. Mehr zum Energiemanagement.

Eigenverbrauchsquote

Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel Prozent des erzeugten Solarstroms selbst genutzt und nicht ins Netz eingespeist werden. Ein hoher Wert kann wirtschaftlich attraktiv sein. Er sagt jedoch allein nichts darüber aus, wie viel des gesamten Strombedarfs selbst gedeckt wird – dafür dient der Autarkiegrad.

Einmalvergütung (EIV)

Die Einmalvergütung ist ein Investitionsbeitrag des Bundes für Photovoltaikanlagen. Je nach Grösse und Nutzung kommen KLEIV, GREIV oder HEIV infrage. Beitragssätze und Bedingungen können sich ändern; massgebend sind die zum Projekt passenden Vorgaben von Pronovo.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist die Vergütung für Solarstrom, der ins öffentliche Netz abgegeben wird. In der Schweiz wird sie vom zuständigen Abnehmer beziehungsweise Netzbetreiber nach den geltenden Regeln festgelegt. Weil Tarife variieren können, verbessert ein sinnvoller Eigenverbrauch häufig die Wirtschaftlichkeit.

Auch: Rückliefervergütung

Energiemanagementsystem (EMS)

Ein EMS misst und steuert Energieflüsse im Gebäude. Es koordiniert beispielsweise Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox nach Erzeugung, Verbrauch, Tarif oder gewünschter Reserve. Ziel ist ein effizienter, transparenter und möglichst automatisierter Betrieb.

Ertrag einer PV-Anlage

Der Ertrag ist die erzeugte elektrische Energie innerhalb eines Zeitraums und wird meist in Kilowattstunden angegeben. Standort, Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Temperatur, Komponenten und Anlagenzustand beeinflussen ihn. Eine fundierte Planung verwendet standortbezogene Daten statt pauschaler Versprechen.

ESTI

Das Eidgenössische Starkstrominspektorat ESTI ist die schweizerische Aufsichts- und Kontrollbehörde für elektrische Anlagen, soweit diese nicht dem Bundesamt für Verkehr unterstehen. Für Kundinnen und Kunden ist relevant, dass elektrische Installationsarbeiten von entsprechend berechtigten Fachpersonen ausgeführt und kontrolliert werden.

EVU – Energieversorgungsunternehmen

Das EVU liefert Netzstrom und kann je nach regionaler Organisation zugleich Netzbetreiber sein. Bei einer PV-Anlage spielen seine technischen Anschlussbedingungen, Messung und Rückliefervergütung eine wichtige Rolle. In der Ostschweiz unterscheiden sich Ansprechpartner und Tarife je nach Gemeinde und Versorgungsgebiet.

F

Finanzierung einer Energieanlage

Eine Finanzierung verteilt die Investitionskosten einer Photovoltaik-, Speicher- oder Wärmepumpenlösung über einen vereinbarten Zeitraum. Für einen seriösen Vergleich zählen Gesamtkosten, Zins, Laufzeit, Gebühren, Eigentumsverhältnisse und vorzeitige Rückzahlung – nicht nur die monatliche Rate.

Förderantrag

Ein Förderantrag beantragt finanzielle Unterstützung für eine Energieanlage. Zuständigkeit, Fristen und erforderliche Unterlagen unterscheiden sich nach Technologie, Anlagegrösse, Kanton und Gemeinde. Bei Photovoltaik ist Pronovo zentral; Wärmepumpenprogramme sind kantonal geprägt. Der Antrag sollte vor Projektstart korrekt eingeordnet werden.

G

Glas-Glas-Modul

Bei einem Glas-Glas-Modul liegen die Solarzellen zwischen zwei Glasschichten. Der robuste Aufbau schützt die Zellen und wird häufig mit langen Produkt- und Leistungsgarantien angeboten. Ob das Modul zum Gebäude passt, hängt zusätzlich von Leistung, Abmessungen, Gewicht, Optik und Montagesystem ab.

GREIV

GREIV bedeutet «Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen». Sie betrifft Anlagen ab 100 kW Leistung. Planung, Anmeldung und Förderverfahren sollten frühzeitig aufeinander abgestimmt werden, besonders bei Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsprojekten.

Verwandt: EIV, KLEIV, HEIV

H

Hagelwiderstand

Der Hagelwiderstand beschreibt, welcher mechanischen Belastung ein geprüftes Solarmodul standhält. Die Klasse ist produktabhängig und muss zum Standort sowie zur Gebäudesituation passen. SOLEXUS prüft die konkrete Modulfreigabe anhand des aktuellen Datenblatts.

HIBC – Heterojunction Back Contact

HIBC kombiniert Heterojunction-Zelltechnologie mit rückseitigen elektrischen Kontakten. LONGi nutzt diese Architektur beim Hi-MO S10 beziehungsweise EcoLife Pro, um hohe Effizienz, eine freie Zellvorderseite und eine hohe Flächenleistung zu erreichen.

Hi-MO X10

Hi-MO X10 ist eine LONGi-Modulplattform für dezentrale Dachanlagen. Sie nutzt HPBC-2.0-Zellen, TaiRay-Wafer und 0BB-Technologie. In der EcoLife-Familie stehen kompakte Varianten für Wohngebäude zur Verfügung; die konkreten Leistungs- und Widerstandsdaten hängen vom Modell ab.

Hotspot

Ein Hotspot ist eine lokal stark erwärmte Stelle in einer Solarzelle oder einem Modul. Ursachen können Verschattung, Beschädigungen oder elektrische Fehlanpassungen sein. Gute Planung, passende Schutztechnik, Qualitätsmodule und fachgerechte Kontrolle reduzieren das Risiko.

HPBC 2.0

HPBC 2.0 steht für LONGis zweite Generation der «Hybrid Passivated Back Contact»-Technologie. Die elektrischen Kontakte liegen rückseitig; TaiRay-Wafer, Passivierung und 0BB-Struktur unterstützen hohe Effizienz, Widerstandsfähigkeit und ein homogenes Erscheinungsbild.

HEIV

HEIV steht für «Hohe Einmalvergütung». Dieses Fördermodell ist für Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch vorgesehen. Welche Leistungsklassen, Beiträge und Verfahren aktuell gelten, ist projektspezifisch bei Pronovo zu prüfen.

Hauptverteilung

Die elektrische Hauptverteilung – umgangssprachlich häufig Sicherungskasten – verteilt und schützt die Stromkreise eines Gebäudes. Für Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox kann ein Umbau nötig sein. Platz, Schutzorgane, Messkonzept und Reserven werden deshalb früh geprüft.

Hybridwechselrichter

Ein Hybridwechselrichter verbindet die Funktionen eines PV-Wechselrichters mit der Anbindung eines Batteriespeichers. Je nach System unterstützt er zusätzlich Backup, Energiemanagement oder das Laden eines Elektroautos. Entscheidend ist die Kompatibilität aller Komponenten.

I

Inselbetrieb

Im Inselbetrieb versorgt ein Energiesystem ein Gebäude oder ausgewählte Stromkreise ohne Verbindung zum öffentlichen Netz. Dafür muss die Anlage das Netz sicher trennen und Spannung sowie Frequenz selbst stabil bereitstellen. Eine normale netzgekoppelte PV-Anlage kann das ohne geeignete Backuptechnik nicht.

K

Kilowattstunde (kWh)

Die Kilowattstunde ist eine Einheit für Energie. Sie zeigt, wie viel Strom erzeugt, gespeichert oder verbraucht wurde. Ein Gerät mit 1 kW Leistung verbraucht bei einer Stunde Betrieb 1 kWh Energie.

Kilowatt-Peak (kWp)

kWp bezeichnet die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter standardisierten Prüfbedingungen. Die Angabe dient zum Vergleich von Anlagen und Modulen. Der tatsächliche Jahresertrag in kWh hängt dagegen von Standort, Ausrichtung, Wetter, Verschattung und Systemverlusten ab.

KLEIV

KLEIV bedeutet «Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen». Sie gilt für Anlagen mit weniger als 100 kW Leistung. Das Gesuch wird über Pronovo abgewickelt; erforderliche Unterlagen und der richtige Zeitpunkt hängen vom konkreten Projekt ab.

L

Lastmanagement

Lastmanagement steuert elektrische Verbraucher so, dass Energie möglichst effizient genutzt und eine Überlastung des Netzanschlusses vermieden wird. Typische steuerbare Verbraucher sind Wallbox, Wärmepumpe, Boiler und Batteriespeicher. Gute Systeme berücksichtigen Prioritäten und Komfort.

Lastspitze

Eine Lastspitze entsteht, wenn mehrere leistungsstarke Verbraucher gleichzeitig Strom beziehen. Im Gewerbe können hohe Spitzen zusätzliche Kosten verursachen, im Eigenheim den Netzanschluss belasten. Ein Speicher oder intelligentes Lastmanagement kann solche Spitzen begrenzen.

Wer ist LONGi?

LONGi Green Energy Technology Co., Ltd. wurde im Jahr 2000 gegründet und entwickelt Siliziumwafer, Solarzellen, Photovoltaikmodule sowie Lösungen für die Erzeugung und Speicherung von Solarenergie. Im weltweiten Hersteller-Ranking von Wood Mackenzie 2026 belegt LONGi Platz 1 bei den PV-Modulherstellern. LONGi zählt damit zu den globalen Marktführern der Solarindustrie und ist besonders stark bei hocheffizienten Back-Contact-Technologien. SOLEXUS setzt für Schweizer Wohngebäude unter anderem auf die LONGi-EcoLife-Produktreihe. LONGi bei SOLEXUS kennenlernen.

Verwandt: LONGi EcoLife, HPBC 2.0, HIBC, Back-Contact-Technologie

Leistungsgarantie

Die lineare Leistungsgarantie beschreibt, welches Mindestleistungsniveau ein Hersteller nach bestimmten Betriebsjahren zusichert. Sie ist nicht mit der Produktgarantie gleichzusetzen. Bedingungen, Anfangsdegradation und jährlicher Rückgang sind im konkreten Garantiedokument festgelegt.

Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)

Eine LEG ermöglicht es berechtigten Teilnehmenden, lokal erzeugten Strom unter Nutzung des öffentlichen Verteilnetzes innerhalb eines gesetzlich definierten Gebiets zu teilen. LEG sind in der Schweiz seit 2026 möglich. Voraussetzungen, Messung, Abrechnung und Netznutzung müssen mit dem zuständigen Netzbetreiber geklärt werden.

M

Mikroriss

Mikrorisse sind feine Beschädigungen innerhalb einer Solarzelle. Sie können durch Produktion, Transport, Montage oder mechanische Lasten entstehen und langfristig die Leistung beeinflussen. Robuste Wafer, geeignete Modulaufbauten und sorgfältige Montage verringern das Risiko.

Monitoring

Monitoring bezeichnet die laufende Überwachung einer Energieanlage. Eine App oder ein Portal zeigt unter anderem Produktion, Verbrauch, Speicherstand und Netzbezug. Abweichungen können dadurch früh erkannt und Serviceeinsätze gezielter vorbereitet werden.

MPPT

MPPT steht für «Maximum Power Point Tracking». Diese Funktion im Wechselrichter sucht laufend den Betriebspunkt, an dem ein PV-String die höchste verfügbare Leistung liefert. Mehrere MPPT-Eingänge können bei unterschiedlich ausgerichteten oder teilweise verschatteten Dachflächen Vorteile bieten.

Modulwirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der eintreffenden Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Ein hoher Wirkungsgrad ist besonders bei begrenzter Dachfläche interessant. Für die Gesamtqualität zählen aber auch Temperaturverhalten, Garantien, Haltbarkeit und fachgerechte Planung.

N

N-Typ-Solarzelle

N-Typ-Solarzellen verwenden n-dotiertes Silizium als Basis. Diese Zellplattform unterstützt hohe Wirkungsgrade und eine geringe lichtinduzierte Degradation. Die tatsächliche Leistung ergibt sich aus der gesamten Zell- und Modularchitektur.

Netzanschluss

Der Netzanschluss verbindet das Gebäude mit dem öffentlichen Stromnetz. Seine verfügbare Leistung und die Vorgaben des Netzbetreibers beeinflussen Planung, Einspeisung, Speicher und Ladeinfrastruktur. Vor grösseren Anlagen oder leistungsstarken Ladestationen ist eine technische Abklärung wichtig.

Netzeinspeisung

Netzeinspeisung bedeutet, dass nicht direkt genutzter Solarstrom in das öffentliche Netz fliesst. Der Zähler erfasst die abgegebene Energie. Vergütung, Messmodell und mögliche Begrenzungen richten sich nach den geltenden Vorgaben und dem zuständigen Netzbetreiber.

NIN

Die Niederspannungs-Installationsnorm NIN enthält zentrale Regeln für sichere elektrische Installationen in der Schweiz. Sie betrifft auch Photovoltaik, Speicher und Ladeinfrastruktur. Planung, Ausführung, Prüfung und Dokumentation gehören deshalb in die Hände qualifizierter Fachpersonen.

Notstrom

Notstrom hält bei einem Stromausfall definierte Verbraucher oder grössere Gebäudeteile in Betrieb. Die Lösung muss passend dimensioniert und elektrisch sicher vom öffentlichen Netz getrennt sein. Laufzeit und Leistung hängen von Speicher, Ladezustand, Erzeugung und angeschlossenen Verbrauchern ab.

O

Ortsbildschutz

Der Ortsbildschutz bewahrt charakteristische Siedlungsbilder und kann die Gestaltung oder Bewilligungsfähigkeit einer Solaranlage beeinflussen. Bei geschützten Gebäuden oder sensiblen Lagen sollten Gemeinde und Fachstellen früh einbezogen werden. Angepasste Modulfarbe, Position oder Indachlösung können mögliche Ansätze sein, ersetzen aber keine behördliche Beurteilung.

P

Peak Shaving

Peak Shaving reduziert kurzfristige Leistungsspitzen. Ein Batteriespeicher liefert in diesen Momenten zusätzliche Energie, sodass weniger Leistung aus dem Netz bezogen wird. Das kann besonders bei Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft wirtschaftlich relevant sein.

Deutsch: Lastspitzenkappung

Photovoltaik (PV)

Photovoltaik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Eine Anlage besteht typischerweise aus Modulen, Unterkonstruktion, Verkabelung, Wechselrichter, Schutz- und Messeinrichtungen sowie optional einem Speicher. Mehr zu Photovoltaikanlagen von Solexus.

POE-Verkapselung

POE ist eine Verkapselungsfolie im Solarmodul. Sie schützt Solarzellen vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen und trägt zur elektrischen sowie mechanischen Zuverlässigkeit bei. Der genaue Materialaufbau ist vom Modulmodell abhängig.

Produktgarantie

Die Produktgarantie betrifft Material- und Verarbeitungsfehler eines Solarmoduls. Sie ist von der linearen Leistungsgarantie zu unterscheiden. Laufzeit, Voraussetzungen und Abwicklung richten sich nach den gültigen Herstellerbedingungen der eingesetzten Variante.

PV-Modul

Ein PV-Modul bündelt viele elektrisch verbundene Solarzellen und erzeugt Gleichstrom. Leistung, Wirkungsgrad, Zelltechnologie, Aufbau, Abmessungen und Garantien unterscheiden sich je nach Modell. Die Auswahl sollte zum Dach, zur Statik, zur Optik und zum Anlagenkonzept passen.

Auch: Solarmodul

R

Rückliefervergütung

Die Rückliefervergütung ist der Preis, den ein Abnehmer für ins Netz eingespeisten Solarstrom bezahlt. Sie kann vom Stromtarif für den Netzbezug deutlich abweichen. Bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung sollten aktuelle Bedingungen des zuständigen Versorgers und ein realistischer Eigenverbrauch berücksichtigt werden.

S

Schwachlichtverhalten

Das Schwachlichtverhalten beschreibt, wie effizient ein Solarmodul bei diffusem Licht, Bewölkung, am Morgen oder am Abend arbeitet. Es wird durch Zelltechnologie, Modulaufbau, Temperatur und Systemauslegung beeinflusst.

Wer ist Sigenergy?

Sigenergy wurde 2022 gegründet und entwickelt intelligente Energielösungen für Privathaushalte und Unternehmen. Dazu gehören Stromspeicher, Hybridwechselrichter, Energiemanagement, Ersatzstrom und DC-Laden für Elektrofahrzeuge. Laut Frost & Sullivan erreichte Sigenergy mit 24,3 Prozent Marktanteil bei den weltweiten Auslieferungen von stapelbaren All-in-One-Systemen für dezentrale Energiespeicherung von Januar bis September 2024 Platz 1. Sigenergy ist damit Marktführer in diesem klar definierten Speichersegment. Sigenergy bei SOLEXUS kennenlernen.

Verwandt: SigenStor, Energiemanagement, Hybridwechselrichter, Sigen EV DC-Lademodul

Sigen EV DC-Lademodul

Das Sigen EV DC-Lademodul bindet das Elektroauto direkt in ein kompatibles Sigenergy-Energiesystem ein. Es unterstützt effizientes DC-Laden und ist für bidirektionale Anwendungen vorbereitet. Fahrzeugfreigabe, Netzvorgaben und Systemsoftware bestimmen die konkret verfügbaren Funktionen.

Verwandt: DC-Laden, V2H, V2G

SigenStor

SigenStor ist ein modulares Energiesystem von Sigenergy, das je nach Konfiguration Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiemanagement und weitere Komponenten verbindet. Solexus plant, installiert und betreut solche Systeme passend zu Gebäude und Verbrauch. Sigenergy-Energiesysteme ansehen.

Schlüsselfertige Solaranlage

Schlüsselfertig bedeutet, dass ein Anbieter die abgestimmte Umsetzung von Beratung und Planung bis Installation, Inbetriebnahme und Dokumentation organisiert. Der genaue Leistungsumfang muss in der Offerte transparent beschrieben sein. Bei Solexus umfasst der Rundum-Service auch die Koordination zentraler Bewilligungs- und Förderthemen.

Service und Wartung

Service umfasst die technische Betreuung nach der Inbetriebnahme, beispielsweise Monitoring, Fehleranalyse und Unterstützung bei Störungen. Wartung erhält Sicherheit und Anlagenleistung durch bedarfsgerechte Kontrollen. Umfang und Intervalle richten sich nach Anlage, Standort, Herstellerangaben und Betriebsdaten.

Tipps zur Wartung von Solarmodulen.

Sicherheitsnachweis (SiNa)

Der Sicherheitsnachweis dokumentiert, dass eine elektrische Installation geprüft wurde und die grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllt. Er wird von kontrollberechtigten Fachpersonen ausgestellt. Bei Photovoltaikanlagen gehört die ordnungsgemässe Prüfung zum professionellen Projektabschluss.

Smart Meter

Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der Energieflüsse zeitlich aufgelöst erfasst und Daten überträgt. Er schafft die Grundlage für transparente Messung, variable Tarife und bestimmte Eigenverbrauchsmodelle. Ein zusätzlicher Energiemesspunkt des Anlagensystems kann davon getrennt sein.

Solarstrom

Solarstrom ist elektrische Energie, die eine Photovoltaikanlage aus Sonnenlicht erzeugt. Er kann direkt verbraucht, in einer Batterie gespeichert, zum Laden eines Elektroautos genutzt oder ins Netz eingespeist werden. Eine intelligente Steuerung verteilt ihn nach den Prioritäten des Gebäudes.

Stromspeicher

Ein Stromspeicher speichert elektrische Energie für eine spätere Nutzung. Im Eigenheim ist damit meist ein Batteriespeicher gemeint. Neben der Kapazität sind Leistung, Wirkungsgrad, Erweiterbarkeit, Sicherheit, Garantie und die Einbindung ins gesamte Energiesystem wichtig.

T

TaiRay-Wafer

TaiRay ist LONGis Bezeichnung für eine eigene Generation monokristalliner Siliziumwafer. Eine optimierte Materialqualität und höhere Biegefestigkeit sollen Zellbruch und Mikrorisse reduzieren und eine leistungsfähige Zellarchitektur unterstützen.

Temperaturkoeffizient

Der Temperaturkoeffizient zeigt, wie sich die Modulleistung verändert, wenn die Zelltemperatur steigt. Je näher der Leistungskoeffizient bei null liegt, desto geringer ist der Leistungsverlust bei Wärme. Für den Vergleich ist immer das Datenblatt der konkreten Variante massgebend.

Ü

Überschussladen

Beim Überschussladen erhält ein Elektroauto bevorzugt jenen Solarstrom, der im Gebäude gerade nicht anderweitig benötigt wird. Ein Energiemanagement passt die Ladeleistung an die verfügbare Produktion an. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, ohne den Netzbezug unnötig zu erhöhen.

Überspannungsschutz

Überspannungsschutz begrenzt schädliche Spannungsspitzen, die beispielsweise durch Schalthandlungen oder Blitzereignisse entstehen können. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Gebäude, Blitzschutzkonzept, Leitungsführung und den geltenden Schweizer Normen.

V

Vehicle-to-Home (V2H)

Vehicle-to-Home bedeutet, dass ein kompatibles Elektroauto Energie aus seiner Fahrzeugbatterie an das Haus abgeben kann. So kann es den Eigenverbrauch optimieren oder – mit entsprechend geplantem System – das Gebäude bei einem Stromausfall unterstützen. Für V2H müssen Fahrzeug, bidirektionale DC-Ladelösung, Energiemanagement und elektrische Installation zusammenpassen.

Deutsch: Fahrzeug-zu-Haus

Vehicle-to-Grid (V2G)

Vehicle-to-Grid beschreibt die Rückspeisung von Energie aus einer Fahrzeugbatterie in das öffentliche Stromnetz. Perspektivisch können Elektroautos damit Lastspitzen ausgleichen oder als Teil eines virtuellen Kraftwerks Netzdienstleistungen erbringen. Der praktische Einsatz setzt kompatible Fahrzeuge und Ladetechnik sowie geeignete Mess-, Tarif- und Netzbedingungen voraus.

Deutsch: Fahrzeug-zu-Netz

Virtueller ZEV (vZEV)

Ein vZEV ist ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Seit 2025 können in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen auch Anschlussleitungen und Messgeräte des Verteilnetzbetreibers für den gemeinsamen Eigenverbrauch genutzt werden. Eignung, Teilnehmerkreis, Messung und Abrechnung sind projektspezifisch zu klären.

Verschattung

Verschattung entsteht etwa durch Bäume, Kamine, Nachbargebäude oder Dachaufbauten und kann den Ertrag reduzieren. Eine professionelle Planung analysiert Verlauf und Intensität über das Jahr. Stringaufteilung, Moduloptimierer oder eine angepasste Belegung können Auswirkungen begrenzen.

W

Wallbox

Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladestation für Elektrofahrzeuge. Sie lädt sicherer und steuerbarer als eine Haushaltssteckdose. Für solares Laden sind Kommunikation mit dem Energiemanagement, passende Ladeleistung und die verfügbare Anschlusskapazität entscheidend.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser und hebt sie mit elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau. Zusammen mit Photovoltaik kann ein Teil des Betriebsstroms selbst erzeugt werden. Mehr zu Wärmepumpen in der Ostschweiz.

Wechselrichter

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der PV-Module in netzkonformen Wechselstrom um. Er überwacht die Anlage, optimiert den Betrieb und stellt je nach Modell Schnittstellen für Speicher, Monitoring oder Backup bereit. Seine Dimensionierung muss zum Modulfeld und Netzanschluss passen.

Winterstrom

Winterstrom bezeichnet Strom, der während des Winterhalbjahrs erzeugt oder benötigt wird. PV-Anlagen produzieren auch im Winter, jedoch meist weniger als im Sommer. Neigung, Ausrichtung, Höhenlage, Schneebedeckung und Verbrauchsprofil beeinflussen die saisonale Bilanz.

Z

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Ein ZEV fasst mehrere Verbrauchsstellen für die gemeinsame Nutzung selbst erzeugter Energie zusammen. Gegenüber dem Energieversorger tritt der Zusammenschluss grundsätzlich als eine Einheit auf. Verträge, Messkonzept, Abrechnung und Wirtschaftlichkeit sollten vor der Umsetzung sauber geplant werden.

Solarzelle

Die Solarzelle ist das aktive Bauteil eines Photovoltaikmoduls. Sie wandelt Licht mithilfe des photovoltaischen Effekts in Gleichstrom um. Zellmaterial, Aufbau und Verschaltung beeinflussen Leistung, Wirkungsgrad, Temperaturverhalten und Optik des fertigen Moduls.

Von der Erklärung zur passenden Energielösung

Solexus plant Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur als abgestimmtes Gesamtsystem – für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Landwirtschaft in der Ostschweiz.

Projekt unverbindlich besprechen

Fachliche Grundlagen und weiterführende Quellen